Einführung
Um mit unserer patentierten AHT-Technologie saubere, CO₂-neutrale Energie zu erzeugen, ist eine kontinuierliche und zuverlässige Versorgung mit geeignetem Rohstoff erforderlich. Hier kommt unsere Produktkategorie Rohstoffaufbereitung ins Spiel. Dank unseres Know-hows können wir Reststoffe wie Sägemehl oder Dung durch verschiedene Aufbereitungsverfahren in wertvollen Rohstoff für unsere Vergasungsanlagen verwandeln.
Um dies zu erreichen, bietet AHT zwei verschiedene Produktlinien an: (1) Die Trockenrohstoffaufbereitung ermöglicht die Behandlung verschiedener trockener Materialien wie Sägemehl oder Holzspäne für die anschließende Vergasung, und (2) die Hydrothermale Karbonisierung ermöglicht die Aufbereitung flüssiger Stoffe wie Gülle oder Klärschlamm zu einem geeigneten Rohstoff. Die Beschreibung und die Vorteile beider Produktlinien werden im Folgenden erläutert.
Neben diesen beiden Produktlinien kann AHT auch die Aufbereitung und/oder Beschaffung der benötigten Rohstoffe für unsere Kunden übernehmen und so eine stetige Rohstoffversorgung für eine zuverlässige CO₂-neutrale Energieerzeugung gewährleisten.
Wir sind überzeugt, dass die Rohstoffaufbereitung ungenutztes Potenzial in der Energiewende freisetzen kann, da die Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe in der Region oder direkt vor Ort Folgendes ermöglicht:
• Die Transportwege werden minimiert, wodurch die Umwelt entlastet wird.
• Wertvolle Materialien können vor Ort zurückgewonnen und wiederverwendet oder separat vermarktet werden.
• Die Abhängigkeit von externen Energiequellen wird verringert oder im besten Fall überwunden.
• Kosten und Aufwand für die Abfallbeseitigung werden minimiert.
Oftmals fehlen bei leicht verfügbaren Reststoffen lediglich einfache und unkomplizierte Verfahren, um sie in einen wertvollen Rohstoff zu verwandeln und so ein scheinbar unerwünschtes Material in eine wertvolle Ressource zu verwandeln.
Durch die Umwandlung von Reststoffen in einen wertvollen Rohstoff für die CO₂-neutrale Energieerzeugung ermöglicht die AHT-Produktlinie zur Trockenrohstoffaufbereitung unseren Kunden, nicht nur Scope 1 (direkte Emissionen), sondern auch Scope 3 (Emissionen entlang der Wertschöpfungskette) zu reduzieren.
Wir unterstützen unsere Kunden beim Übergang zu einer kosteneffizienten und fossilfreien Energienutzung und Rohstoffversorgung. Sollten in Ihrer Wertschöpfungskette kohlenstoffhaltige Reststoffe anfallen oder solche Stoffe in Ihrer Region verfügbar sein, prüfen wir gerne gemeinsam mit Ihnen die Einsatzmöglichkeiten.
Eine Vielzahl von (Rest-)Materialien aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion (z. B. Reishülsen) oder industrieller Fertigung (z. B. Altholz oder Sägemehl) eignet sich grundsätzlich für die Weiterverwendung und birgt somit ein ungenutztes Potenzial. Je nach Materialart können Verfahren wie Trocknen, Zerkleinern oder Brikettieren eingesetzt werden.
Mit unserem Know-how und unseren standardisierten Lösungen konfigurieren wir für Sie ein passendes Produkt zur Trockenrohstoffaufbereitung und gewährleisten so eine effiziente Behandlung Ihres Materials für eine zuverlässige Rohstoffversorgung.
Benefits | Effects |
|---|---|
| Vorbehandlungstechnologien wie Zerkleinern, Trocknen und Brikettieren ermöglichen die Verarbeitung einer breiten Palette von Reststoffen und damit deren effiziente Umwandlung in wertvolle Rohstoffe. |
| Die nachgelagerten Prozesse unserer CO₂-neutralen Energieerzeugungskette erzeugen Wärme, die effizient zur Rohstoffvorbehandlung genutzt werden kann. Dies gewährleistet eine hohe Gesamteffizienz und Integration unserer Systeme und reduziert somit die Betriebskosten erheblich. |
| Durch die Verwendung von biogenen Rest- und Abfallstoffen, die in der lokalen Umgebung oder direkt vor Ort vorkommen, werden die Transportkosten aufgrund kurzer Transportwege minimiert. |
| Unser Ansatz ermöglicht es lokalen Gemeinschaften und Unternehmen, aus vor Ort verfügbaren Materialien ihre eigene saubere Energie zu erzeugen. Dies reduziert die Abhängigkeit vom Stromnetz und/oder externen Brennstofflieferanten und trägt zur Sicherung einer autarken, fossilfreien Energieerzeugung bei. Darüber hinaus senkt es die Kosten der Abfallentsorgung und die damit verbundenen potenziellen Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. |
Durch hydrothermale Karbonisierung (HTC) lassen sich flüssige und pastöse Materialien effizient zur Nährstoffrückgewinnung und Kraftstoffproduktion verarbeiten.
Um Klärschlamm oder andere flüssige Ausgangsmaterialien sinnvoll zu nutzen, müssen diese zunächst mechanisch entwässert und anschließend thermisch getrocknet werden. Mit herkömmlichen Methoden ist dieser Prozess sehr energieintensiv und daher kostspielig.
Das HTC-Verfahren ahmt die natürliche Bildung von Hydrochar nach. Mit modernster HTC-Technologie kann AHT feuchte Biomasse-Reststoffe wie Klärschlamm, Gülle, Gärreste, Algen oder Trester innerhalb weniger Stunden effektiv in Hydrochar umwandeln.
Während dieses Prozesses lösen sich wertvolle Substanzen wie Phosphor und Stickstoff in der wässrigen Phase und können anschließend effizient abgetrennt werden. Dies ist ein weiterer großer Vorteil des HTC-Verfahrens, insbesondere im Hinblick auf die Schließung wichtiger Stoffkreisläufe.
Die hydrothermale Karbonisierung eröffnet daher die Möglichkeit einer effizienten und wirtschaftlichen Nutzung flüssiger Abfallströme zur Energiegewinnung, da innerhalb weniger Stunden ein kohleähnlicher Rohstoff erzeugt wird, ohne dass energie- und kostenintensive Vorbehandlungsschritte erforderlich sind.
Vorteile | Auswirkungen |
|---|---|
| Im Gegensatz zu anderen HTC-Verfahren, die auf Batch-Prozessen basieren, setzt unser Ansatz auf Kontinuität. Dadurch ergeben sich geringere Ausfallzeiten und somit ein höherer Durchsatz. Darüber hinaus ermöglicht er eine integrierte Wärmerückgewinnung, höhere Ausbeute und eine insgesamt höhere Effizienz im Vergleich zu anderen HTC-Technologien. |
| Durch unser HTC-Verfahren können nasse Ausgangsstoffe, deren Entsorgung normalerweise zusätzliche Kosten verursacht (z. B. Klärschlamm), stattdessen als wertvolle Ressource behandelt werden, die Einnahmen für Kommunen und Unternehmen generieren kann. |
| Die HTC-Technologie ermöglicht die effiziente Rückgewinnung wichtiger Stoffströme (z. B. Phosphor) aus den in den Prozess eingebrachten flüssigen Materialien. Dies liegt daran, dass sich diese Substanzen im wässrigen Nebenprodukt des HTC-Prozesses anreichern und dort effizient abgetrennt und weiterverwendet werden können. |
| Die HTC-Technologie ermöglicht es lokalen Gemeinschaften und Unternehmen, aus vor Ort verfügbaren Materialien ihren eigenen sauberen Strom zu erzeugen. Dies reduziert die Abhängigkeit vom Stromnetz und/oder externen Brennstofflieferanten und trägt zur Sicherung einer autarken, fossilfreien Energieerzeugung bei. Darüber hinaus senkt es die Kosten der Abfallentsorgung und die damit verbundenen potenziellen Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. |
Demonstration des Hydrochar-Verfahrens
Weitere technische Daten zu unserem Trocken- und Nassaufbereitungsverfahren für Rohstoffe sowie alle relevanten Informationen zur AHT-Produktlinie Trockenaufbereitung und Hydrothermale Karbonisierung finden Sie in den untenstehenden Broschüren.